Das Făgărașer Gebirge auch Fogarascher Gebirge (rumänisch Munții Făgăraș) liegt in der Gebirgsgruppe der Südkarpaten in Rumänien und bildet deren höchsten Gebirgszug. Der Hauptkamm erstreckt sich über eine Länge von etwa 70 Kilometern bei einer Breite von 40 Kilometern und umfasst eine Fläche von knapp 2.000 Quadratkilometern. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts zählt es zu den bekanntesten und beliebtesten rumänischen Wandergebieten.
Der Moldoveanu erreicht mit 2.544 Metern die höchste Erhebung Rumäniens, dicht gefolgt vom Negoiu mit 2.535 Metern. Insgesamt ragen acht Gipfel über die 2.500-Meter-Marke. Das Gebirge beherbergt einige der letzten Urwälder Europas, und die vielfältigen Lebensräume reichen von dichten Buchen- und Fichtenwäldern über Bergwiesen bis zu kargen Felskämmen.
Mehrtagestour über Rumäniens höchsten Gebirgskamm
Die Strecke ist geprägt von steilen Anstiegen und schmalen Pfaden , die eine gute Kondition und Trittsicherheit erfordern. Der Weg führt über hochalpines Gelände mit steilen Auf- und Abstiegen sowie erheblichen Höhenunterschieden.
Die Tour erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Grundkondition. Entlang des Kamms stehen mehrere bewirtschaftete Berghütten zur Verfügung, die Übernachtungsmöglichkeiten in Mehrbettzimmern sowie warme Mahlzeiten bieten. Zu den Höhepunkten der Kammwanderung zählen die Besteigungen des Moldoveanu-Gipfels (2.544 m) und des Negoiu-Gipfels (2.535 m) sowie die spektakulären Panoramablicke auf die umliegenden Täler und Bergergipfel.
Beste Reisezeit: Juni bis September
Die ideale Zeit für Trekkingtouren im Făgărașer Gebirge liegt zwischen Juni und September. In diesen Monaten sind die Wetterbedingungen am stabilsten.
Im Juni sind auf den höheren Passagen noch Schneefelder möglich. Der Frühsommer bietet weniger frequentierte Wege und die beginnende Alpenrosenblüte. Die Monate Juli und August bieten die besten Chancen auf sonniges Wetter und die höchsten Temperaturen. Allerdings ist dies auch die Hauptsaison, in der sich entsprechend mehr Bergwanderer auf den Wegen befinden.
Der September ermöglicht ein ruhigeres Wandererlebnis bei kühleren Temperaturen. Die Herbstfärbung der Vegetation bietet ein besonderes Farbenspiel. Allerdings können ab Mitte September bereits erste Nachtfröste und frühe Schneefälle auftreten.
Die Rostblättrige Alpenrose
Die Wanderung in den Făgărașer Bergen führt durch Gebiete, in denen der „Bujor de munte“ während seiner Blütezeit bewundert werden kann. Der „Bujor de munte“ ist die rumänische Bezeichnung für die Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum), eine in den Hochgebirgsregionen Rumäniens heimische Pflanze.
Die Alpenrose ist in den Făgărașer Bergen weit verbreitet und wächst in subalpinen Zonen oberhalb der Baumgrenze. Von Juni bis Juli bildet die Pflanze entlang der Wanderwege dichte, leuchtend rosafarbene Blumenfelder, die bei Wanderern sehr beliebt sind.
Der Bâlea-See
Über 50 Gletscherseen prägen die Hochgebirgslandschaft des Făgărașer Gebirges; sie entstanden während der letzten Eiszeit durch Gletscherbewegungen und liegen heute eingebettet in die Kare und Mulden der Hochlage.
Der größte unter ihnen ist der Bâlea-See (Lacul Bâlea) mit einer Fläche von rund 4,6 Hektar. Er liegt auf etwa 2.034 m Höhe und ist ein landschaftlicher Höhepunkt der Region. Der See ist eingebettet zwischen den hohen Graten und Gipfeln des Făgăraș-Hauptkamms und bietet bei klarer Sicht beeindruckende Panoramablicke, die viele Wanderer und Fotografen anziehen.
Am See selbst befindet sich eine Berghütte mit Unterkünften. Sie ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und bietet zugleich die Möglichkeit zur Rast und Erholung.
